Meine Mission ist es, zur Entwicklung einer regenerativen, resilienten Landwirtschaft beizutragen, die nicht nur Körper, somdern auch Seele und Geist ernähren kann. Als Landwirte stehen wir mit einer großen Verantwortung da – wir müssen die wachsende Weltbevölkerung mit gesunden Nahrungsmitteln versorgen und gleichzeitig große Flächen verwalten, was Einfluss auf unseren Boden, unsere Umwelt und unser Klima hat.

Ich sehe ein großes Potenzial darin, die Anbaumethoden von heute in regenerative Methoden weiterzuentwickeln. Wir haben in der Landwirtschaft eine einzigartige Chance, viele der vielfältigen Gesellschaftskrisen zu lösen, wie Nahrungsmittelknappheit, sinkende Nahrungsmittelqualität, negative Auswirkungen auf Klima und Umwelt, Verlust an Humus- und Bodenfruchtbarkeit und eine wirtschaftlich angespannte Landwirtschaft.

Heute verfügen wir bereits über das Wissen, das für eine solche Entwicklung benötigt wird. Der Schlüssel dazu ist, biologische Methoden zu verstehen und anzuwenden. Oft beschränken wir unsere Annäherung an ein physikalisch-chemisches Verständnis der Welt und des Bodens, und es fällt uns schwer zu „begreifen“, was „Leben“ bedeutet und beinhaltet.

Gute, dauerhafte Lösungen zeichnen sich immer dadurch aus, dass sie sehr einfach sind, biologische Methoden beinhalten und  ein erweitertes ganzheitliches Verständnis der Zusammenhänge fordert.

„Wir nehmen jeden Tag ca. 1 kg Nahrung zu uns und scheiden genausoviel aus. Wovon wir letztendlich leben, ist das was nichts wiegt. Es ist diese Energie, die uns die Fähigkeit gibt – uns nicht nur zu bewegen – sondern vor allem die Fähigkeit zu denken, zu fühlen und zu handeln verleiht.“

Ich bin begeistert von der Landwirtschaft und der Interaktion zwischen Boden – Pflanze – Atmosphäre – Sonne – Tieren und Menschen. Ich bin mir der lebendigen Prozesse und ihrer enormen Fähigkeit bewusst, Schäden zu reparieren und das System ins Gleichgewicht zu bringen. Es gibt keine technische Lösungen, die das besser, effizienter und nachhaltiger machen können als die Natur. Deshalb müssen wir daraus lernen und mit der Naturarbeiten, anstatt sie zu bekämpfen.